MITTEILUNGSBLATT

DER

KARL-FRANZENS-UNIVERSITÄT GRAZ

7. SONDERNUMMER

___________________________________________________________________

Studienjahr 2016/17 Ausgegeben am 23.11. 2016 8.a Stück

___________________________________________________________________

Lehrplan

des

berufsbegleitenden Universitätskurses

Financial Business Management

an der Karl-Franzens-Universität Graz

Impressum: Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: Karl-Franzens-Universität Graz,

Universitätsplatz 3, 8010 Graz. Verlags- und Herstellungsort: Graz.

Anschrift der Redaktion: Rechts- und Organisationsabteilung, Universitätsplatz 3, 8010 Graz.

E-Mail: mitteilungsblatt@uni-graz.at

Internet: https://online.uni-graz.at/kfu_online/wbMitteilungsblaetter.list?pOrg=1

Offenlegung gem. § 25 MedienG

Medieninhaber: Karl-Franzens-Universität Graz, Universitätsplatz 3, 8010 Graz. Unternehmensgegenstand: Erfüllung der Ziele, leitenden Grundsätze und Aufgaben gem. §§ 1, 2 und 3 des Bundesgesetzes über die Organisation der Universitäten und ihre Studien (Universitätsgesetz 2002 - UG), BGBl. I Nr. 120/2002, in der jeweils geltenden Fassung.

Art und Höhe der Beteiligung: Eigentum 100%.

Grundlegende Richtung: Kundmachung von Informationen gem. § 20 Abs. 6 UG in der jeweils geltenden Fassung. 

Lehrplan des berufsbegleitenden Universitätskurses

Financial Business Management

an der Karl-Franzens-Universität Graz

Gemäß § 3 Zif 5 UG idgF und der Richtlinie des Rektorates über die Einrichtung von Universitätskursen, Mitteilungsblatt Nr. 7b vom 9.1.2007, wird an der Karl-Franzens-Universität Graz der Universitätskurs Financial Business Management“ eingerichtet.

Inhaltsverzeichnis

§ 1 Allgemeines 3

(1) Gegenstand des Universitätskurses 3

(2) Qualifikationsprofil und Kompetenzen 3

(3) Bedarf und Relevanz des Universitätskurses für die Wissenschaft und den Arbeitsmarkt 3

(4) Zielgruppen und Zulassungsvoraussetzungen 4

(5) Höchstzahl an Studienplätzen und Auswahlverfahren 4

§ 2 Allgemeine Bestimmungen 5

§ 3 Aufbau und Gliederung des Universitätskurses 6

(1) Module und Lehrveranstaltungen 6

§ 4 Lehr- und Lernformen 6

(1) Unterrichtssprache 6

(2) Zeitliche Durchführungsbestimmungen 6

(3) Lehr- und Lernmethoden 7

§ 5 Prüfungsordnung 7

(1) Lehrveranstaltungsprüfungen 7

(2) Abschlussprüfung 7

§ 6 Kosten des Universitätskurses 8

§ 7 Organisation 8

§ 8 In-Kraft-Treten 8

Anhang I: Modulbeschreibung 9

 

§ 1 Allgemeines

(1) Gegenstand des Universitätskurses

Der Universitätskurs Financial Business Management vermittelt die wesentlichen Werkzeuge, um die betrieblichen Zusammenhänge aus finanzwirtschaftlicher Perspektive in einem Unternehmen zu verstehen.

Die Inhalte werden auf ein Unternehmen des Handels, Gewerbes und der Dienstleistung übertragen und umgesetzt. Dabei wird das Unternehmen vernetzt dargestellt und soll als interaktiver Prozess begriffen werden, um als Informations- und Entscheidungsbasis für die Unternehmensleitung zu dienen.

Damit „auf gleicher Augenhöhe“ mit kaufmännischen Fach- oder Führungskräften kommuniziert bzw. argumentiert werden kann, wird ein theoretischer und praktischer Überblick über die betrieblichen Abläufe und Zusammenhänge eines Unternehmens für den Berufsalltag gegeben.

In kompakter, anschaulicher Form werden die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Begriffe und Zusammenhänge aus der Unternehmenspraxis dargestellt.

(2) Qualifikationsprofil und Kompetenzen

AbsolventInnen verfügen nach Abschluss des Universitätskurses über die folgenden Qualifikationen:

·     Überblick über die betrieblichen Abläufe und Zusammenhänge eines Unternehmens

·     Verständnis für den Zusammenhang zwischen interner und externer Unternehmensrechnung auf Ebene der operativen Einheiten

·     Fähigkeit, betriebswirtschaftliche Prozesse auf deren Umsetzung in der eigenen Organisation/im eigenen Unternehmen hin zu beurteilen

·     Wissen über allgemein verwendete betriebswirtschaftliche Instrumente, die für Entscheidungen der Unternehmensleitung notwendig sind, sowie deren Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb 

·     Kenntnis eines Business-Plans

·     Wissen über die gesellschaftsrechtliche Erscheinungsform und deren Auswirkungen auf die Organisation des Unternehmens

·     Verständnis, wie ein Team funktioniert

·     Wissen über die Phasen einer Teamentwicklung mit den jeweiligen Problemsituationen und dem Einsatz dazu passender Entwicklungsmaßnahmen

·     Fähigkeit, sich in der Geschäftswelt durch adäquate Kommunikation kompetent und professionell zu bewegen

(3) Bedarf und Relevanz des Universitätskurses für die Wissenschaft und den Arbeitsmarkt

Der Universitätskurs Financial Business Management ist ausdrücklich als angewandter Universitätskurs positioniert. Die KursteilnehmerInnen werden mit praxisrelevanten und aktuellen Theorien vertraut gemacht. Die Anwendung dieser Theorien erfolgt in praxisbezogenen Lehrveranstaltungen sowie in verschiedenen fachbezogenen Fallstudien.

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind heutzutage in jeder Position in einem Unternehmen/einer Organisation erforderlich. Der Unternehmenserfolg und das Wirtschaftswachstum in hochkompetitiven Märkten fordern zunehmend MitarbeiterInnen mit einem wirtschaftlichen Grundverständnis. Das bedeutet, es werden Fachkräfte benötigt, die selbständig handeln, planen und kostenbewusst arbeiten.

(4) Zielgruppen und Zulassungsvoraussetzungen

Der Universitätskurs Financial Business Management wendet sich an AbsolventInnen nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Studien, die in ihrer künftigen/bevorstehenden beruflichen Position eine Zusatzausbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich anstreben, sowie an AbsolventInnen wirtschaftswissenschaftlicher Studien, die ihr Wissen auffrischen und ihre Fähigkeiten in den o.a. Bereichen weiterentwickeln/vertiefen wollen.

Voraussetzung für die Zulassung zum Universitätskurs Financial Business Management sind die nachfolgend angeführten Kriterien:

a.     Der Abschluss eines Studiums (Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktoratsstudium) an einer anerkannten inländischen oder ausländischen tertiären Bildungseinrichtung oder

b.     Eine gleichwertige Qualifikation mit einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung im Managementbereich eines Unternehmens. Über die Vergleichbarkeit entscheidet die wissenschaftliche Leitung im Auftrag des Rektorats.

c.     Der Nachweis über die Kenntnisse der deutschen Sprache. Dieser ist ausschließlich von BewerberInnen mit nicht-deutscher Muttersprache zu erbringen. Folgende Zeugnisse werden jedenfalls als Nachweis ausreichender Kenntnisse der deutschen Sprache anerkannt:

·     Deutsch als Prüfungsfach der Matura

·     Ergänzungsprüfung aus Deutsch im Studienberechtigungslehrgang

·     Zeugnis über eine Universitäts-Sprachprüfung aus Deutsch

·     „Mittelstufe“ des Österreichischen Sprachdiploms Deutsch

·     „Wirtschaftssprache Deutsch“ des Österreichischen Sprachdiploms Deutsch

·     „TestDaF“ (Test Deutsch als Fremdsprache) mit mindestens Niveaustufe TDN 4 in allen Teilprüfungen

·     „Zentrale Mittelstufenprüfung“ und „Kleines Deutsches Sprachdiplom“ des Goethe-Instituts

In Einzelfällen kann im Rahmen eines dokumentierten Aufnahmegesprächs durch die wissenschaftliche Leitung oder eine durch die wissenschaftliche Leitung nominierte Vertretung eine Überprüfung der Kenntnisse der deutschen Sprache stattfinden.

d.     Der Bewerbung ist ein Motivationsschreiben, in dem die Bewerberin/der Bewerber die Gründe für eine Teilnahme am Universitätskurs und die angestrebten Ziele ausführt, anzuschließen.

e.     Über die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen und die Eignung der ZulassungswerberInnen entscheidet die wissenschaftliche Leitung im Auftrag des Rektorats.

(5) Höchstzahl an Studienplätzen und Auswahlverfahren

Zum Universitätskurs Financial Business Management können maximal 20 TeilnehmerInnen zugelassen werden.

Wird die festgelegte Höchstzahl der Teilnehmenden überschritten, erfolgt die Aufnahme der Studierenden in den Universitätskurs nach folgenden Kriterien:

1.  Erfüllung der in Abs. 4 genannten Zulassungsvoraussetzungen

2.  Reihenfolge des Einlangens der Anmeldung

3.  Bewertung des Motivationsschreibens 

§ 2 Allgemeine Bestimmungen

(1)     Zuteilung von ECTS-Anrechnungspunkten

Allen von den TeilnehmerInnen zu erbringenden Leistungen werden ECTS-Anrechnungspunkte zugeteilt. Mit diesen ECTS-Anrechnungspunkten ist der relative Anteil des mit den einzelnen Studienleistungen verbundenen Arbeitspensums zu bestimmen. Ein ECTS-Anrechnungspunkt entspricht 25 Echtstunden. Das Arbeitspensum umfasst den Selbststudienanteil und die Kontaktstunden. Eine Kontaktstunde umfasst 15 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.

(2)     Dauer und Gliederung des Universitätskurses

Der Universitätskurs Financial Business Management ist modular strukturiert und umfasst 8 ECTS-Anrechnungspunkte. Davon entfallen auf:

Modultitel ECTS
Modul A: Financial Business Management 8

(3)     Zertifikat

Nach erfolgreichem Abschluss des Universitätskurses Financial Business Management (siehe § 5) erhalten die Absolventinnen und Absolventen ein Universitätszertifikat der Karl-Franzens-Universität Graz.

(4)     Lehrveranstaltungstypen

Im Lehrplan werden folgende Lehrveranstaltungstypen angeboten:

a.     Vorlesungen (VO): Lehrveranstaltungen, bei denen die Wissensvermittlung durch Vortrag der Lehrenden erfolgt. Die Prüfung findet in einem einzigen Prüfungsakt statt, der mündlich oder schriftlich oder schriftlich und mündlich stattfinden kann.

b.     Übungen (UE): Übungen haben den praktisch-beruflichen Zielen zu entsprechen und konkrete Aufgaben zu lösen.

c.     Vorlesungen verbunden mit Übungen (VU): Lehrveranstaltungen, bei welchen im unmittelbaren Zusammenhang mit einer Wissensvermittlung durch Vortrag den praktisch-beruflichen Zielen des Universitätskurses entsprechend konkrete Aufgaben und ihre Lösung behandelt werden.

d.     Kurse (KS) sind Lehrveranstaltungen, in denen die Studierenden die Lehrinhalte gemeinsam mit den Lehrenden erfahrungs- und anwendungsorientiert bearbeiten.

Alle unter b. bis d. genannten Lehrveranstaltungstypen gelten als Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter.

§ 3 Aufbau und Gliederung des Universitätskurses

(1) Module und Lehrveranstaltungen

Der Universitätskurs umfasst einen Arbeitsaufwand (Workload) von insgesamt 8 ECTS-Anrechnungspunkten. Der Lehrplan ist modular strukturiert. Die Lehrveranstaltungen sind im Folgenden mit Titel, LV-Typ, ECTS-Anrechnungspunkten (ECTS) und den Unterrichtseinheiten (UE) genannt. Alle Lehrveranstaltungen sind Pflichtfächer. Die Modulbeschreibungen befinden sich in Anhang I.

  Lehrveranstaltungstitel LV-Typ PF ECTS UE
Modul A Financial Business Management     8 195
A.1 Externe Rechnungslegung VU PF   27
A.2 Kostenrechnung VU PF   36
A.3 Finanzierung VO PF   12
A.4 Kommunikation im Business UE PF   18
A.5 Instrumente der Unternehmensleitung VU PF   33
A.6 Planung und Budgetierung UE PF   21
A.7 Rechts- und Organisationsformen KS PF   6
A.8 Team- und Teamleitung UE PF   12
A.9 Business English UE PF   27
  Abschlussprüfung   PF   3
SUMME       8 195

§ 4 Lehr- und Lernformen

(1) Unterrichtssprache

Der Universitätskurs wird bis auf seine Lehrveranstaltung A.9 in Deutsch abgehalten werden. Für den erfolgreichen Besuch der Lehrveranstaltung A.9 sind Grundkenntnisse der englischen Sprache jedenfalls erforderlich.

(2) Zeitliche Durchführungsbestimmungen

Der Universitätskurs wird geblockt angeboten.

(3) Lehr- und Lernmethoden

Die vielfältigen Lehr- und Lernmethoden werden in den Lehrveranstaltungen in optimaler Form auf den Inhalt abgestimmt. In den Lehrveranstaltungen wird in unterschiedlichen Settings (selbstgesteuerten Gruppen oder Teams) mit vielfältigen Lehr- und Lernformen gearbeitet. Dabei wird aktive Teamarbeit von den TeilnehmerInnen erwartet.

§ 5 Prüfungsordnung

(1) Lehrveranstaltungsprüfungen

Bei Lehrveranstaltungen ohne immanenten Prüfungscharakter (VO) findet die Prüfung in einem einzigen Prüfungsakt statt, der mündlich oder schriftlich bzw. mündlich und schriftlich während oder nach der Vorlesung erfolgen kann. Die Beurteilung der Prüfungsleistungen richtet sich nach der in § 73 Abs. 1 und 3 UG bestimmten Notenskala. Alle anderen Lehrveranstaltungen besitzen immanenten Prüfungscharakter (entsprechend § 1 Abs. 3 Z 1 Satzungsteil Studienrechtliche Bestimmungen). Sie werden durch die Beurteilung der kontinuierlichen Mitarbeit und nach weiteren Beurteilungskriterien, die gem. § 59 Abs. 6 UG zu Beginn der Lehrveranstaltung durch die Lehrveranstaltungsleiterin/den Lehrveranstaltungsleiter bekannt zu geben sind, abgeschlossen.

Für den positiven Abschluss des Universitätskurses müssen alle Lehrveranstaltungen im Umfang der dafür vorgesehenen Unterrichtseinheiten erfolgreich absolviert werden. In Summe muss eine Anwesenheit von mindestens 80 % gegeben sein. Als Ersatz für Fehlstunden kann eine Kompensationsarbeit eingefordert werden.

Die Gesamtbeurteilung hat „bestanden“ zu lauten, wenn alle Lehrveranstaltungen positiv beurteilt wurden, anderenfalls hat sie „nicht bestanden“ zu lauten. Die Gesamtbeurteilung hat „mit Auszeichnung bestanden“ zu lauten, wenn in keinem Fach eine schlechtere Beurteilung als „gut“ und in mindestens der Hälfte der Fächer die Beurteilung „sehr gut“ erteilt wurde.

Die Beurteilung der Leistungen richtet sich nach der in § 73 Abs. 1 und 3 UG bestimmten Notenskala. Die entsprechenden Beurteilungen stellt die Leiterin/der Leiter der jeweiligen Lehrveranstaltung aus.

Auf das Prüfungsverfahren sowie die Durchführung und Wiederholung von Prüfungen sind die einschlägigen Bestimmungen des Satzungsteiles „Studienrechtliche Bestimmungen“ der Karl-Franzens-Universität Graz sinngemäß anwendbar.

(2) Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung ist eine schriftliche Gesamtprüfung. Sie kann erst absolviert werden, wenn alle Prüfungsfächer des Universitätskurses positiv absolviert wurden. Gegenstand der Abschlussprüfung sind die folgenden Lehrveranstaltungen:

A.1 Externe Rechnungslegung

A.2 Kostenrechnung

A.3 Finanzierung

A.4 Kommunikation im Business

A.5 Instrumente der Unternehmensleitung

A.6 Planung und Budgetierung

A.7 Rechts- und Organisationsformen

A.8 Team- und Teamleitung

A.9 Business English

§ 6 Kosten des Universitätskurses

Da dieser Universitätskurs durch Drittmittel (AMS-Förderungen) unterstützt wird, ist durch die TeilnehmerInnen ein um diesen Förderbetrag verringerter Kursbeitrag (Selbstbehalt) zu entrichten, welcher u.a. für Fachliteratur, Unterstützung bei Recherchen oder die Teilnahme an allfälligen Exkursionen verwendet wird. Allfällige sonstige Kosten für Reisen, Unterkunft und Verpflegung während des Universitätskurses sind von den TeilnehmerInnen selbst zu tragen. Die TeilnehmerInnen dieses Universitätskurses haben keinen Studienbeitrag zu entrichten, sofern sie ausschließlich zum Universitätskurs an der Karl-Franzens-Universität Graz zugelassen sind.

§ 7 Organisation

Es ist eine wissenschaftliche Leitung zu bestellen, die von einer/einem Universitätsprofessorin/Universitätsprofessor oder einer/einem habilitierten Universitätslehrerin/Universitätslehrer wahrzunehmen ist.

§ 8 In-Kraft-Treten

Dieser Lehrplan tritt mit Ablauf des Tages seiner Verlautbarung im Mitteilungsblatt in Kraft.

Der Studiendirektor:

Polaschek

 

Anhang I: Modulbeschreibung

Modul A Financial Business Management
ECTS-Anrechnungspunkte 8
Inhalte A1: Externe Rechnungslegung

Anhand eines Fertigungsbetriebes sollen die TeilnehmerInnen eine systematische Einführung in die doppelte Buchhaltung und Bilanzierung erhalten, um die Auswirkungen typischer Geschäftsfälle auf die Bilanz und G&V sowie deren Wechselspiel abschätzen zu können.

Inhalte:

·     Methodik sowie Aufgaben und Begrifflichkeiten der Buchhaltung und der Bilanzierung

·     Überführung der Daten aus der Buchhaltung in die Bilanz auf Basis von Inventur und Bewertung von Anlage- und Umlaufvermögen

·     Auswirkungen typischer Geschäftsfälle auf die G&V und Bilanz

·     Die externe Rechnungslegung als Informationsinstrument

A2: Kostenrechnung

Die TeilnehmerInnen werden mit dem Instrumentarium der Kostenrechnung am Beispiel eines Fertigungsbetriebes vertraut gemacht. Im Übungsteil soll in Gruppen die Umsetzung dieser Instrumente für einen Dienstleistungs-, Gewerbe- und Handelsbetrieb erfolgen. 

Inhalte:

·     Zweck der Kostenrechnung und die Instrumente der Kostenrechnung

·     Überleitung der Aufwandsdaten in Kosten

·     Zweck der Kostenstellen

·     Kostenträgerstückrechnung zu vollen und variablen Kosten: Kalkulationsmethoden für einen Dienstleistungs-, Fertigungs- und Handelsbetrieb sowie Vor-, Zwischen- und Nachkalkulation

·     Kostenträgerzeitrechnung

·     Deckungsbeitragsrechnung

A3: Finanzierung

Die TeilnehmerInnen bekommen einen Überblick über die Instrumente der unterschiedlichen Refinanzierungsmöglichkeiten der Unternehmen, können deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss abschätzen und sie in die Kostenrechnung einarbeiten. Es wird auch die Sicht der Banken dargestellt sowie die Auswirkung der Kreditarten auf die Zinsberechnung.

Inhalte:

·     Finanzierungsformen und deren Abgrenzung zueinander

·     Kreditarten, Kreditsicherheiten, die Zinsberechnung sowie deren Auswirkung

·     Rating der Unternehmen durch die Banken

·     Bedeutung des Cashflows für die Unternehmensfinanzierung sowie dessen Berechnung 

A4: Kommunikation im Business

Die TeilnehmerInnen lernen, sich in der Geschäftswelt kompetent und professionell zu bewegen. Sie beherrschen die Grundlagen der verbalen und nonverbalen Kommunikation und der Gesprächsführung (z.B. in Verhandlungen, gegenüber KundInnen, mit MitarbeiterInnen). Dadurch kann durchaus ein Wettbewerbsvorteil gewährleistet sein. Durch Techniken wie aktives Zuhören, Feedback-Regeln, Paraphrasieren oder gewaltfreie Kommunikation können Informationen besser „gesendet“, das Gegenüber besser wahrgenommen und so im Geschäftsleben Missverständnisse aufgrund mangelnder oder fehlerhafter Kommunikation vermieden werden.

Des Weiteren lernen die TeilnehmerInnen in praktischen Übungen sich und Inhalte mit adäquaten Techniken zu präsentieren und mit einem überzeugenden Auftritt zu punkten und zu begeistern.

Inhalte:

·     Grundlagen der Kommunikation (Watzlawick und Schulz von Thun)

·     Aktives Zuhören (Hören, Hinhören, Zuhören, Aktives Zuhören)

·     Selbst- und Fremdwahrnehmung des Kommunikationsverhaltens (Johari-Fenster…)

·     Feedback-Regeln

·     Grundverständnis von Rhetorik (Sprache, Körpersprache…)

·     Merkmale einer gelungenen Präsentation

·     Kunst des richtigen Fragens

·     MitarbeiterInnengespräch (Schwerpunkt Kritikgespräch)

·     Sachbezogenes Verhandeln

A5: Instrumente der Unternehmensleitung

Es sollen über allgemein verwendete betriebswirtschaftliche Instrumente die Daten aus der internen und externen Unternehmensrechnung für Entscheidungen der Unternehmensleitung zweckmäßig verdichtet und deren Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb besprochen werden. Im Übungsteil sollen diese Instrumente auf die Ergebnisse der Gruppenarbeiten aus der Kostenrechnung angewendet werden.

Inhalte:

·     Statische und dynamische Bilanzanalyse

·     Kennzahlensystem nach „DuPont“ und der „Economic value added“

·     Investitionsentscheidungen auf Basis statischer und dynamischer Modelle

·     Schlüsselkennzahlen für den Kapitalmarkt

A6: Planung und Budgetierung

Aus den Teilergebnissen der Gruppenarbeiten sollen ein Budget erstellt und so die Lehrinhalte der vorigen Lehreinheiten auf komplexer Ebene geübt, verknüpft und vertieft werden. Auf Basis dieses Budgets soll nun in einem weiteren Schritt ein Businessplan mit dem Fokus auf den betriebswirtschaftlichen Teil erstellt werden.

Inhalte:

·     Leistungsbilanz

·     Planbilanz

·     Cashflow Rechnung

·     Bestandteile eines Businessplans

·     Erstellen des betriebswirtschaftlichen Teils des Businessplans

A7: Rechtsformen und Organisation

Die TeilnehmerInnen sollen einen Überblick über das komplexe Zusammenspiel von Rechtsformen und Führungsstilen auf die (gelebte) Organisation eines Unternehmens erhalten. Dabei wird auf die Gruppenarbeiten der vorigen Lehrveranstaltungen zurückgegriffen und daraus eine geeignete Rechtsform und Organisation erarbeitet, die dann in den jeweiligen Businessplan eingearbeitet werden soll.

Inhalte:

·     Rechtsformen

·     Bestimmungsgründe für eine bestimmte Rechtsform

·     Außenwirkung der Rechtsform für Vertretung, Gewinnansprüche und Besteuerung

·     Führungsstile

·     Aufbau- und Ablauforganisationen

A8: Team und Teamleitung

Die TeilnehmerInnen erlernen, wie ein Team funktioniert. Sie wissen um den Unterschied zwischen Team und Gruppe und kennen die Phasen einer Teamentwicklung. Des Weiteren wissen sie um die verschiedenen Modelle der „Rollen“ in einem Team und erfahren mittels Übungen die eigene Rolle. Sie erfahren und erkennen die notwendigen Kompetenzen einer (Team-)Leitung und können darüber hinaus verschiedene Führungsstile unterscheiden.

Inhalte:

·     Team und Teamrollen (unterschiedliche Modelle…)

·     Unterschied Team/Gruppe

·     Teamentwicklung (z.B. Teamuhr nach Tuckman…)

·     Führungsmodelle, Führungsstile und Führungstechniken, Teammitglieder typgerecht führen, die Kunst der Kritik…)

·     Umgang mit Teammitgliedern, KollegInnen, Vorgesetzten

A9: Business English

Die TeilnehmerInnen können sich in geschäftsrelevante Themen einbringen und entwickeln ihre persönlichen Sprachfertigkeiten im beruflichen Umfeld weiter.

Inhalte:

·     Business small talk (Gesprächsführung in verschiedenen Situationen)

·     Grammatik und Sprache in anspruchsvoller Konversation korrekt einsetzen

·     Fachspezifisches Vokabular

Lernziele

(erwartete Lernergebnisse, erworbene Kompetenzen)

Die TeilnehmerInnen sind nach Absolvierung des Moduls in der Lage,

·     betriebliche Abläufe eines Unternehmens/einer Organisation und deren Zusammenhänge zu erkennen;

·     betriebswirtschaftliche Prozesse auf deren Umsetzung im eigenen Unternehmen/in der eigenen Organisation zu beurteilen;

·     betriebswirtschaftliche Instrumente zu erkennen, die für Entscheidungen der Unternehmensleitung notwendig sind;

·     einen Business Plan zu erstellen;

·     gesellschaftsrechtliche Erscheinungsformen und deren Auswirkungen auf die Organisation des Unternehmens zu bewerten;

·     sich in der Geschäftswelt kompetent und professionell zu bewegen;

·     ein Team zu führen;

·     sich in englischer Sprache in geschäftsrelevante Themen einzubringen und weiterentwickelte persönlichen Sprachfertigkeiten im beruflichen Umfeld aufzuweisen.

Lehr- und Lernaktivitäten,

-methoden

Vortrag, Eigenarbeit, Präsentation, Gruppenarbeit, Diskussion, Literaturrecherche, Rechenbeispiele, Übung, Verfassen einer schriftlichen Arbeit, Gruppenarbeiten zu Fallstudien mit Ergebnispräsentation, Arbeiten an Fragestellungen aus dem eigenen Arbeitsumfeld
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme keine
Häufigkeit des Angebots Einmal pro Durchführung